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Henri Matisse

Henri Matisse

1869 Le Cateau-Cambrésis — 1954 Cimiez

Biographie

1869

Henri Émile Benoît Matisse wird in Le Cateau-Cambrésis, einem Vorort von Nizza, geboren. Seine Eltern führen einen Drogeriehandel.

1882 – 87

Studium der Rechtswissenschaften in Paris. In den Morgenstunden belegt er Zeichenkurse an der École Quentin de la Cour.

1890

Komplikationen nach einer Blinddarmerkrankung fesseln Ihn ein Jahr ans Bett, in dieser Zeit beginnt er mit der Malerei.

1891

Ende seiner juristischen Karriere. Matisse tritt in die Académie Julian (private Kunstakademie) in Paris ein – Bewerbung an der École des Beaux-Arts, allerdings erhält er hier eine Ablehnung. Daraufhin besucht er die École des Arts décorative (Kunstgewerbeschule).

1893

Beim zweiten Anlauf gelingt die Aufnahme an die École des Beaux-Arts, Matisse besucht fortan die Klasse von Gustave Moreau.

1894

Aus seiner Beziehung zu Caroline Joblaud geht die Tochter Magueritte hervor.

1898

Matisse heiratet Amelie Parayre und bringen die beiden Söhne Jean und Pierre zur Welt.

1904

Erste Einzelausstellung gemeinsam mit Paul Signac in der Galerie Ambroise Vollard in St. Tropez.

1905

Zusammen mit Maurice de Vlamnick und André Derain erarbeitet Matisse einen neuen Stil, den sogenannten Fauvismus. Doch bei Ihrer Ausstellung im Pariser Salon d’Autonome ernten sie große Empörung seitens der Kritiker und des Publikums.

1906

Henri Matisse lernt Pablo Picasso im Salon von Leo Stein kennen – fortan verbindet die beiden eine rege Freundschaft in Mixtur aus Rivalität und Respekt – im gleichen Jahr unternnimmt Matisse eine Reise nach Algerien, welche sein künftiges Schaffen stark prägt.

1908 – 11

Gründung seiner Privatschule, der Académie Matisse, hier unterrichtet er ca. 100 internationale Schüler (u.a. Mathilde Vollmoeller und Franz Nölken) auf non-kommerzielle und sehr fundierte Art und Weise.

1914

Matisse meldet sich freiwillig zum Militärdienst, sein Gesuch wird allerdings abgelehnt.

1916

Auf Grund ärztlichen Rates verlagert der an Bronchitis leidende Henri Matisse seinen Lebensmittelpunkt von Paris nach Nizza.

1918

Die Ausstellung «Matisse – Picasso» in der Gallerie Guillaume stellt die führende Rolle der beiden Maler für diese Zeit heraus.

1920

In Paris wird das Ballett «Le Chant du Rossignol» von Sergei Pawlowitsch Djagilew uraufgeführt – Henri Matisse entwirft für dieses Stück sowohl Kostüme als auch das Bühnenbild.

1930

Zwei ausgedehnte Reisen führten Matisse nach Tahiti und in die USA. Der Sammler Albert C. Barnes beauftragt ihn für sein Privatmuseum ein großes Wandbild zum Thema Tanz zu produzieren, dass er 1932 fertigstellt. Als Assistentin für dieses Werk engagiert er die junge russische Emigrantin Lydia Delectorskaya, welche letztlich den Auslöser für seine Scheidung darstellt.

1941

Darmoperation in Lyon mit fast dreimonatigem Klinikaufenthalt. Sein Krebsleiden belastet ihn in den folgenden Jahren weiter schwer.

1943

Umzug ins provenzalische Vence. Hier arbeitet er an Entwürfen für die Rosenkranzkapelle der Dominikanerinnen.

1944

Seine geschiedene Frau Amelie sowie seine Tochter Maguerite werden wegen Beteiligung an der Résistance verhaftet.

1949
1951

Einweihung der Rosenkranzkapelle, seinem selbsternannten Meisterwerk.
Matisse erhält auf der Biennale in Venedig den 1. Preis für Malerei.

1954

Henri Matisse verstirbt 84-jährig am 3. November in Cimiez, einem Vorort von Nizza.