Die Biografien zu unseren Künstlern
Hans Hartung
1904
Hans Hartung wird am 21. September 1904 in Leipzig geboren.
1914 – 1923
Besuch des Gymnasiums in Dresden und setzt sich schon jetzt mit bildender Kunst auseinander.
1921
Seit 1921 begeistert er sich, nachdem er zunächst Rembrand, Goya und Frans Hals und später auch für Slevogt und Corinth interessiert hat, für den Expressionismus. Nach dem Abitur studiert er an der Universität Leipzig zunächst physiologische Psychologie und Kunstgeschichte sowie an der Kunstakademie Leipzig Malerei.
1925
Studium an der Dresdner Akademie.
1937
nimmt Hans Hartung an der internat. Avantgarde-Ausstellung im „Jeu de Paume“ teil.
1938
Hartungs finanzielle Situation wird immer schwieriger. Hinzu kommt, daß die deutsche Botschaft ihm unter einem Vorwand seinen Paß entzieht. In London nimmt er an der Ausstellung „Twentieth Century German Art“ in den New Burlington Galleries teil, in denen „entartete Kunst“ gezeigt wird. Seine Frau reicht die Scheidung ein.
1939
stellt er zusammen mit Roberta González, die er wenig später heiratet, in der Galerie Henriette in Paris aus. Nach der Internierung wir er nach kurzer Freiheit unter dem Pseudonym „Jean Gauthier“ Mitglied der Fremdenlegion.
1940 – 1941
Nach dem Waffenstillstand wird er aus der Legion entlassen und lebt bei der Familie Ganzález. Er arbeitet als Landarbeiter.
1942 – 1943
Nachdem Südfrankreich von den Hitlergruppen besetzt wird, muß Hartung fliehen. Er übertritt die illegal die spanische Grenze, wird in Spanien aber kurz darauf verhaftet. Lehnt eine Ausreise in die USA ab. Kämpft daraufhin in der französischen Fremdenlegion.
1944
Hartung wird im Kampf an der elsässischen Front so schwer verletzt und zu spät ins Krankenhaus eingeliefert, daß ihm sein rechtes Bein amputiert werden muß.
1944 – 1946
Hartung kehrt Ende 1945 nach Paris zurück und nimmt die französische Staatsbürgerschaft an.
1947
lernt Hartung neben Soulages u.a. auch Baumeister kennen.
1948
nimmt Hartung an der Biennale in Venedig teil.
1952
Retrospektive in der Kunsthalle Basel und Ausstellung auf der Biennale in Venedig. Trenn sich von Roberta González und beginnt eine neue Ehe mit Anna-Eva.
1955
Teilnahme an der ersten documenta I in Kassel.
1959
bezieht Hartung sein neues Atelier in der Nähe des Parc Montsouris in Paris. Teilnahme an der documenta II in Kassel mit 5 Gemälden.
1960
Hartung erhält den Preis der Biennale von Venedig
1961
eine neue künstlerische Periode beginn, in der Hartung in die frisch aufgetragene Farbe hineinkratzt.
1962 - 1963
entstehen Gemälde ohne graphische Elemente und es ist bei Hartung die Tendenz zu großformatigen Bildern zu erkennen. Große Retrospektive in Zürich, Wien, Düsseldorf, Amsterdam und Brüssel.
1965
vin Braunschweig gibt die Galerie Rudolf Schmücking den Gesamtkatalog seines bisherigen graphischen Werks heraus. Graphische Ausstellung in Braunschweig.
1969
Große Retrospektive im Musée National d’Art Moderne in Paris, weitere in Houston, Québec und Montreal.
1974
Retrospektive zum 70. Geburtstag im Wallraf-Richartz-Museum Köln und Verleihung der Stefan-Lochner-Medaille der Stadt Köln.
1975
Retrospektiven in Berlin und München und Ausstellung im Metropolitan Museum in New York.
1978 – 1979
Retrospektive Hartungs Arbeiten auf Papier in Les Sables d’Olonne. 1979 großformatige Gemälde aus den Jahren 1962-1979 und keramische Arbeiten im Musée Picasso in Antibes.
1980
Retrospektive zum 75. Geburtstag seiner frühen Werke im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris.
1981
Verleihung des Oskar-Kokoschka-Preises der Republik Österreich.
1988
Retrospektive im Palazzo di Diamante in Ferrara. Hartung gilt als Erfinder und wichtigster Anreger der abstrakten psychologischen Malerei.
1989
Hans Hartung stirbt am 7. Dezember 1989 in Antibes
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Catalogue Raisonné III
Werksverzeichnis der Gemälde
Serge Poliakoffs von 1959–’62
Französisch / Englisch.
Meist farbig reproduziert.
Herausgegeben: März 2011
