Die Biografien zu unseren Künstlern
Fritz Winter
1905
am 22. September wird Fritz Winter im westfälischen Altenbögge nahe Unna geboren
1919
Bergarbeiterlehre in Ahlen als Grubenelektriker und Realgymnasiast
1927
Studium am Bauhaus in Dessau u.a. bei Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee
1930
geht als freischaffender Künstler nach Berlin, arbeitet dort eng mit Naum Gabo zusammen und ist intensiv mit Ernst Ludwig Kirchner befreundet
1931
beginnt seine Lehrtätigkeit an der Pädagogischen Akademie in Halle an der Saale
1933
nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde ihm sein Lehrauftrag entzogen
1935
gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Margarete Schreiber-Rüffer und deren Sohn siedelte er zuerst nach Allach bei München, später nach Diessen am Ammersee – zur „inneren Emigration“
1937
Winter wurde als vom Nationalsozialistischen Regime als Entarteter Künstler gebrandmarkt und mit einem Ausstellungsverbot belegt
1939
bereits in den ersten Kriegstagen wurde er zum Kriegsdienst einberufen
1941
während seiner Zeit an der Ostfront entstanden seine „Feldskizzen“
1944
schwer verwundet wurde er zum Genesungsurlaub verbracht; hier entstand die kleinformatige Bilderfolge „Triebkräfte der Erde“
1945 – 1949
Fritz Winter gerät in Sowjetische Kriegsgefangenschaft – vor seiner Entlassung vernichtete er zahlreiches Skizzenmaterial aus seiner Zeit im Lager, um nicht in den Verdacht der Spionage zu gelangen. Auf Initiative seiner Lebensgefährtin Margarete Schreiber-Rüffer, Freunden und Sammlern wie Will Grohmann und Otto Domnick wurden Arbeiten von Ihm wieder auf internationalen Ausstellungen gezeigt.
1949
wurde Gründungsmitglied der Künstlergruppe ZEN 49 in München
1950
Begegnung zwischen Winter sowie Hans Hartung und Pierre Soulage in Paris
1953
Hochzeit mit Margarete Schreiber-Rüffer; anschließend Lehrauftrag an der Landeskunstschule in Hamburg
1954
Fritz Winter, Willi Baumeister und Ernst Wilhelm Nay verlassen den Deutschen Künstlerbund nach kritischen Bemerkungen des Ersten Vorsitzenden Karl Hofer
1955
Professur an der Kassler Hochschule für Bildende Künste und Teilnahme an der „documenta 1”
1958
Schwere Schlag für Winter: seine Gemahlin, Förderin und Ratgeberin verstirbt
1959
Teilnahme an der „documenta 2” und Heirat mit der Tochter seiner verstorbenen Frau aus deren erster Ehe, Waltraud Schreiber
1964
Teilnahme an der „documenta 3”
1965 – 1966
Würdigung seiner Arbeit mit Retrospektiven in Berlin, Düsseldorf, Hannover, Kassel, Koblenz, Mannheim und Stuttgart
1970
Emeritierung an der Kasseler Kunstakademie
1975
Eröffnung des „Fritz-Winter-Haus“ in Ahlen / Westfalen
1976
am 1. Oktober – nur eine Woche nach seinem 71. Geburtstag – verstirbt der deutsche Maler Fritz Winter im bayrischen Herrsching am Ammersee
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Catalogue Raisonné III
Werksverzeichnis der Gemälde
Serge Poliakoffs von 1959–’62
Französisch / Englisch.
Meist farbig reproduziert.
Herausgegeben: März 2011
